Holgoria - Blutbrueder
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Einschneidende Erlebnisse
 
 Innina, Joy und Toby saßen mit den anderen Emolyten am großen Tisch und aßen ihre Leibspeise. Trauerklöße mit Schnittlauch und Blutsoße. Niemandem war nach Reden, denn seit Toby sein Volk zur Hängemattenfeste geführt hatte, herrschte Zwiespalt und Argwohn unter den einst frohen Ritzern. Der Verlust des Letzten Nervs traf auch sie, mehr als sie es anfangs für möglich gehalten hätten.
Es war zu Tische nicht unüblich, dass man sich ritzte, und auch sonst nicht. So ging einem zumindest die Soße niemals aus, und die... Chemie zwischen den Emolyten stimmte somit auch immer. 
 
Irgendwann brach Innina das Schweigen. "Mir reichts! Ich kann nicht untätig hier rumsitzen, während wir zu Hunden verkommen! Ich gehe zum König und rede mit ihm."
"Mach das." Joy stand auf. "Ich komm mit. Wer noch?" Ein paar wenige folgten dem Aufruf, Toby und die überwiegende Mehrheit blieb ruhig sitzen und kaute unbeirrt weiter. 
 
Sie ließen ihre Kameraden zurück und begaben sich zur Thronkammer Kollomons. Die Wachen erkannten sie und gewährten ihnen Einlass. Als sich die großen Türflügel hinter ihnen wieder schlossen, lag des Königs Thron im Schatten, an seiner Seite, wie stets, Orkus von Mordoria.
Gerade bellte Kollomon Befehle an seine Kundschafter und Boten, und seine Stimme schien von allen Seiten zu kommen. Diese verneigten sich und konnten gar nicht schnell genug hinaus gelangen. 
Immer noch außer sich, ließ er Innina und Joy vortreten. "Ich weiß! Ich weiß! Es verlangt Euch nach Anerkennung! Findet diesen Hund! Wir haben viel zu lange gewartet!... Nun. Sprecht."
 
"Mein König," sprach Innina mit fester Stimme, "ich denke, an Eurer Seite diene ich euch besser als an der Seite meiner Brüder. Denn diese tun schlechtes Werk, schaden sie doch nur dem Volke und..."
"Das Volk hat dieses Schicksal selbst gewählt!" polterte Kollomon.
Nun meldete sich Joy. "Herr, wenn Ihr erlaubt, verlasse auch ich den Hof und begebe mich zum Forum des Reiches. Denn ich bin des Kämpfens überdrüssig. Wenn Ihr erlaubt."
Nach kurzem Überlegen wollte der Monarch etwas sagen, doch sein Henker flüsterte ihm etwas zu. 
 
"Eure Wünsche sollen erfüllt werden. Nun geht fürs erste."
 
Mit Erleichterung, aber auch mit schwerem Herzen, verließen sie den Saal. Zu ihrer Überraschung trafen sie Toby draußen vor der Tür.
"Ihr geht, nehm ich an."
"Ich gehe, Bruder. Innina bleibt hier, aber an der Seite des Königs."
"Verstehe."
"Toby!" Innina fiel ihm um den Hals. "Ich tue nichts, verstehst du. So lange es so ist, werde ich nichts mehr tun. Versteh mich."
"Ich... versteh dich. Geliebte." Sie ließen einander los. Nun war es an Joy, Abschied zu nehmen.
"Wir werden immer Blutbrüder bleiben. Eines Tages werden die Emos bessere Tage sehn, und wir werden wieder nach Narbe zurückkehren. Doch nun sei mein Platz im Forum."
"Lebt wohl, mein Blutbruder."
"Lebt wohl, mein... Blutbruder..."
 
Mit Tränen in den Augen und kleinen Klingen in den Armen gingen die drei Emolyten ihrer Wege.



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