Holgoria - Blutbrueder
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Frage der Ehre
 
Die Gruppe der Spanier ritten ihre Pferde zu Schanden, denn vor ihnen stieg Rauch auf. Bei ihrer Suche nach dem Dieb es Schatzes kannten die Emolyten keine Gnade, brandschatzten Dorf um Dorf, Ort um Ort, und wenn sie ihn nicht bald fanden, würde ganz Holgoria in Flammen stehen und zu Asche verbrannt.
Das wollte Ben Espanol um jeden Preis verhindern.
 
"Schneller, ihr Hunde!" Ungeachtet der Gesundheit seines Pferdes grub er die Stiefel tief in seine Flanken und das Tier legte noch einmal an Geschwindigkeit zu. Seine Mitstreiter taten es ihm nach.
 
Nun zeichneten sich Einzelheiten des Überfalls ab. Mehrere Hütten und Häuser brannten, Menschen liefen schreiend und ziellos umher, einige beherzte Männer versuchten sogar mit Eimern voll Wasser, Mistgabeln und manche auch mit Schwertern, den einfallenden Reitern und dem Feuer die Stirn zu bieten, doch bisher leider vergeblich...
 
Ben und seine Krieger trafen auf die Emolyten wie eine Flutwelle. Ungebremst trafen die Spanier auf die Ritzenden, Stahl traf auf Stahl, funkensprühend krachten Schwerter aufeinander. Völlig überrumpelt zogen sich die Überlebenden der Emolyten zurück, die Toten wurden skalpiert, und einen fand man noch zuckend.
"Senior!" rief Guu, einer von Bens besten Kämpfern, "hier atmet noch einer!"
Der Spanier zog die Klinge aus dem letzten Emolyten, den er erschlagen, und kam zu seinem Freund. "Hm." Er verpasste dem Unglücklichen einen Tritt, den dieser mit schwachem Husten und Stöhnen beantwortete. "Ich bin... Ben Alter... Ben Espanol... und du... du Nap?"
Die Antwort bestand nur aus einem schwachen Keuchen.
"Nun. Einen lassen wir... immer am leben... du hast... also ist heute... dein Glückstag, du Nap."
 
Mit diesen Worten zückte Ben seinen Dolch und wollte sich schon die Stirn des Armen vornehmen, da erklang eine Stimme, gleich eines Engels.
"Halt! Wartet!"
Er wandte sich um und sah sich einer Schönheit gegenüber, mit der er hier nie gerechnet hätte. Ihr rotes Gewand war schmutzig, dennoch glaubte er in die Sonne zu sehen, so strahlte die junge Maid vor ihm. Haar gleich flüssigem Golde floss ihre schmalen Schultern herab und ihre Augen, tief wie zwei Bergseen, ruhten auf ihm.
"Ich würde Euch persönlich Danken, werter Herr Ritter," sprach sie mit einem leichten Knicks, "wenn ich nur Euren Namen wüsste.
"B... B... Ben. Espanol." Plötzlich bekam er kaum noch Luft.
"Nun, das sind arme Geschöpfe, die neuen Hunde des Königs. Lasst sie gehn, ja?"
Widerstrebend ließen die Spanier von den Toten, aber auch von dem Letzten, ab. Der Glückliche stolperte davon und verschwand hinter dem nächsten Hügel.
"Und Ihr seid...?"
"Mara Megamaus, zu Euren Diensten. Nun, Herr Ben, für Eure glorreiche Tat am heutigen Tage wird Holgoria Euch niemals sterben lassen. Meinen Segen habt Ihr, und Eure Männer."
 
Das vereinzelte, schüchterne Kichern unter den Spaniern endete abrupt bei ihren Worten, und schüchternes, schon peinliches Räuspern war das einzige, was den Kämpfern aus den Westreichen dazu einfiel.
"Senior Ben, wir müssen dann weiter," erinnerte Guu seinen Hauptmann dezent.
Wie vom Donner gerührt starrte der immer noch die holde Maid vor ihm an. "Äh. Also. Ja! ... Ja, wir müssen dann... wieder gehn. Gehabt Euch... wohl, holde Schnecke..."
 
Mit einem amüsierten Kichern winkte die Megamaus den Spaniern hinterher, als sie wieder aufsaßen und ihre Reise fortsetzten.
Guu konnte nicht mehr an sich halten: "Holgoria wird Euch niemals sterben lassen! Das nenn ich Karriere!"
"Ja." Ben wandte noch einmal den Blick zu dem Dorf um. "Ja Guu. Zeiten ändern dich."
 
 



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