Holgoria - Blutbrueder
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Im Zeichen des Silbermondes
 
Auf dem Hügel vor dem Dorf fochten sie wie fast jeden Tag. Eines Tages, so hatten sie sich geschworen, würden sie große Emolytenkrieger werden, die über Berge von besiegten Feinden steigen würden. Hiebe, Streiche, Antäuschen, Blocken, die Blutbrüder waren voll in ihrem Element. Der Wind zerzauste ihr Haar, das ihnen tief ins Gesicht hing und die Leidenschaft des Kampfes ließ die beiden Recken nicht erkennen, dass eine Gruppe von Reitern sich rasch ihren Weg durch die Ritzermark bahnten, direkt auf Narbe zu.
 
Ein Quieken ließ beide jäh inne halten. Es war ein großer Hamster, den die Emolyten wohl duldeten. Versuche, das monströse Nagetier zu vertreiben, waren kläglich gescheitert, und bisher hatte sich das unheimliche Biest sogar als nützlich erwiesen. 
Auch jetzt.
"Was willst du, Jenny?"
 
"Dort!" Wie von Winde verweht verschwand das niedliche Ungetüm vom Erdboden, so schnell wie es gekommen war. Doch es hatte seine Aufgabe erfüllt, denn Joy und Toby gewahrten die Reiter.
 
Toby brach zuerst die Stille. "Das ist die Standarte der Hängematte. Was könnte der König von einem Volk wie uns wollen?"
"Vielleicht werden wir endlich zu den Waffen gerufen! Komm!"
 
Sie eilten zurück nach Narbe, und wenig später erreichte die königliche Delegation die Palisade mit schäumenden Pferden. Hörner wurden gestoßen, die Standarte wurde erhoben, und die Boten saßen ab.
 
Man verlangte den Oberemolyten zu sprechen. Da  Toby wie alle Emolyten keine Eltern hatte, war er der Älteste. Emolyten vermehrten sich auch nicht, sie nahmen  nur verirrte Wanderer  und Halbstarke auf und machten sie zu den ihren.
 
Der Anführer stellte sich als Ram Nip vor. 
"Lass uns ins Haus gehen, wo es nicht so viele Ohren gibt." 
"Was wollt Ihr, Herr Nip?"
So setzte der Abgesandte an: "Nun, seht, Ritzherr, der König braucht Euer Volk. Der Letzte Nerv wurde ihm gestohlen... sein wertvollster Schatz. Der Dieb ist auf freiem Fuße. Er ist gerissen, entkam selbst mir, des Königs Kopfgeldjäger... 
Darum ruft er nun die Emolyten zu den Waffen und heißt sie bei Hofe willkommen. Ruhm und Ehre erwartet euer Volk. Was sagst Ihr also, Herr...?"
"Toby." Er überlegte. Sollte das der Pfad des Silbermondes sein? Sollte er Narbe verlassen? 
In Königs Diensten. Warum nicht?
 
"Die Emolyten werden dem König die Treue schwören und nicht eher ruhen, bis er seinen Letzten Nerv wieder hat!"
 "Ihr ehrt uns und werdet es nicht bereuen."
 
Mit einer knappen Verbeugung Verließ der Jäger das Haus.
Joy sah den Reitern nach und sagte zu seinem Blutbruder, ohne sich abzuwenden: "Wir gehen also alle? Wir alle?"
 
"Richtig, Bruder. Wir alle, für den König" An sein Volk gewandt: "FÜR KOLLOMON!"
Die Emolyten jubelten, was für Außenstehende jedoch eher nach verzweifeltem Heulen geklungen hätte...
 
"Aber vorher machen wir noch mal Schnittchen für alle!" mischte sich Innina ein, "bevor ich hier noch unnütz rumstehe!"
 
So zog die Ritzermark los...  für König Kollomon und ein besseres Holgoria.



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