Holgoria - Blutbrueder
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Den Falschen!
 
Sie ritten. 
Das Gefühl zu Pferde ließ sie unbeschwert und voller Tatendrang durch die Lande ziehen. Man hatte ihnen den Weg zu einem Dorfe gewiesen, wo die wilden Kerle wohnten. Emolyten nannte man sie allerorts, doch niemand schien sich wirklich zu fürchten.
 Dies bestärkte Ben Espanol noch in seinem Wunsch, jenen Ritzern entgegen treten und seine Kräfte mit ihnen messen zu können. Dann würde sich zeigen, ob er mit ihnen Freundschaft schloss, oder sie in ihre Einzelteile zerschlagen würde.
 
Ben war in seiner Heimat ein Held, hatte viele wundergleiche Taten vollbracht, und ward nun in die Welt entsandt, neue Abenteuer zu erleben und bei seiner Rückkehr vielleicht sogar als König gefeiert zu werden. Er träumte oft davon, auf einem Balkon zu stehen, unter ihm sein Volk, ihnen lächelnde Münze (Smiley-Taler) zuwarf und sich feiern zu lassen.
 
Doch davon war der junge Wilde noch weit entfernt.  Die Begegnung mit diesem absonderlichen Mönch hatte ihn zunächst verstört, jedoch mochte auch der komische Vogel im Stande, Hymnen auf seinen Mut und seine Tapferkeit zu singen.
 
 
Blauer Himmel zeichnete Kunst und eine frische Brise wehte dem Kriegstrupp um die Ohren. Der Weg unter ihnen schlängelte sich unter ihnen durch das Land.
 
"Muchachos! Guerra!"
"Guerra! Guerra! Guerra!"
"Alter... so muss... das gehn!"
"Guerra! Guerra! Guerra!" skandierten die Krieger ausgelassen.
 
So ritten sie weiter. Niemand kam ihnen entgegen, bis... 
"Wer kommt denn da gerannt?"
"Sieht aus wie... ein Bauer... oder ein... Vagabund... Alter..."
Eine Gestalt in Kutte und Kapuze rannte wie ein Wahnsinniger den Weg entlang, ihnen entgegen. Sie waren kurz vor einer Kuppel, und deren Gipfel wurde vom Staub des Eilenden verdeckt.
 
Vorsichtshalber zogen die Spanier ihre Waffen. Wer auch immer dort kam, sie würden bereit sein.
 
Der Vermummte näherte sich schneller, als sie gedacht hatten, und als er sie passierte, schrie er: "AUS DEM WEG! MUTER MIT KIND!" und ließ etwas fallen.
"Sollen wir ihn verfolgen, Senor?"
"Nein... das war nur... ein Irrer... Was hat er.. fallen lassen... Alter?"
Sie sahen ihm immer noch nach. Ben sitegt ab, hob den Gegenstand auf und besah ihn sich genauer... und was er sah, raubte ihm den Atem:
Ein Objekt von makelloser Gestalt und Schönheit, er bestand aus Gold und anderen schimmernden Metallen, allein ihn zu berühren erfüllte Ben mit einem Gefühl von absoluter innerer Ruhe. Da fiel ihm eine Inschrift auf. 
"Der letzte... Nerv... Alter..." las er seinen Mitstreitern weiter vor, "Eigentum des... König Kollomon... dem Sanftmütigen... Was für ne Scheiße! Aber den... Klunker behalten wir... und dann..."
"REITER VORAUS!"
Als sie sie gewahrten, war es fast schon zu spät.  Schnell verbarg Ben den Schatz unter seinem Gewand. Mit einer irren Geschwindigkeit kamen berittene Krieger den Weg entlang geprescht und wären fast mit den Spaniern zusammen gestoßen, hätte Ben nicht geistesgegenwärtig reagiert, wäre in seinen Sattel gesprungen und hätte Angriffsbefehl erteilt.
 
Bevor sie überhaupt richtigen Blickkontakt zu den Fremden aufgenommen hatten, war der Kampf bereits entbrannt. Die Krieger taten das, was sie am besten konnten, sie kämpften.
 
Die Klinge des ersten Feindes hätte Ben genau in zwei Hälften geteilt, wäre er nicht ausgewichen. Blitzschnell hieb er dem verdutzten Angreifer den immer noch gestrecken Arm ab, der ob des Schreckens und der Schmerzen vom Pferd fiel. Er wandte sich dem nächsten zu. Die Neuankömmlinge waren ihnen an der Zahl überlegen, und Ben hörte einen seiner Krieger durch den Lärm rufen:
"Wie herrlich, zwei für jeden von uns! HA!"
 
Nur allzu schnell lagen die Fremden im Staub der Straße, und wie es unter Spaniern übrig war, ließ man einen am Leben.
Der Verschonte atmete schwer, er hatte diverse kleinere Wunden erlitten, konnte aber aufstehen. Voller Entsetzen erwartete er den Gnadenstoß, doch Ben sprach von seinem Ross von oben herab zu ihm:
"Alter... warum... habt ihr uns... angegriffen?"
"Wir s-sind Häscher seiner königlichen M-Majestät König K-Kollomon..." stammelte der junge Mann. "B-Bitte, ich..."
"Halts Maul!... Alter. Ich bin... Ben... Alter. Ben Espanol. Ich suche... die Emolyten. Ahnung wo ich... die finde... du Nap?"
"I... Ich b-bin ein Emolyt, Herr."
Die Krieger sahen sich an... und brachen in gröhlendes Gelächter aus. "Wenn ihr... die Emolyten seid... kann ich ja gleich... wieder nach Hause reiten! Ha! Was.. wollt ihr?"
 Der Nap zögerte. "Wir suchen den Dieb des Schatzes. Habt ihr ihn gesehn?"
Die Kämpfer zeigten den Weg hinunter, wo nur noch Staubwolken an den Flüchtenden erinnerten.
"Du wirst... deinem Herren von mir... berichten... und ihm sagen... dass sein Arsch... mir gehört. Kapiert? Und jetzt... warte mal. Was hast du jetzt vor?"
Der panische Blick des Überlebenden suchte verzweifelt einen Ausweg aus dieser Situation. "Ich... ich... Herr ich.."
"Vielleicht antwortet dieser Nap heute noch" höhnte einer von bens Kriegern. Er erntete hämisches Gelächter seiner Mitstreiter. 
Ben beugte sich zu dem Kauernden herunter. "Weißt du... wenn du jetzt aufhörn willst... Emolyt zu sein... ist das ok." Er drehte sich kurz zu seinen Brüdern um. "Nur dann weiß keiner mehr, dass du Emolyt warst... und das können wir... nicht billigen... Könnt ihr das... billigen, Amigos?" Die Antwort bestand aus Kopfschütteln.
"W... Was... nein Herr! Ich gehe einfach. Ich gehe und Ihr seht mich nie wieder. Das schwöre ich! Sowahr mir der Silbermond helfe!"
"Nun, Nap. Ich weiß." Ben zog seinen Dolch. "Deswegen bekommst du jetzt etwas... von mir... das dich ewig als Emolyt... auszeichnet. Halt still dann... tuts nicht ganz so weh."
 
Unter Kreischen und Quieken bekam der Arme "EMO" auf die Stirn geritzt und wurde dann unter Stiefeltritten und Gröhlen der Spanier davon gejagt.
Sie selbst wandten sich vom Wege ab und folgten Pfaden durch die Natur, denn sie wollten weiteren Überraschungen entgehen.



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