Holgoria - Blutbrueder
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Schicksalspfade
 
Ein Gefühl von Leichtigkeit beschlich den Adeligen, als er in seine Kutsche stieg,  und dem Kutscher befahl, nach Hause zur Hängemattenfeste zu fahren. Die Peitsche knallte und die Reise begann. Dieser junge Dunkelfeld war wirklich ein vielversprechender junger Geistlicher. Eines Tages würde er Papst Holger den Ersten ablösen, und er hoffte inständig, diese goldenen Tage noch miterleben zu dürfen.
Wolkenberge zeichneten Kunst am Firmament, und er bat den Kutscher, ein Lied zum Besten zu geben. Der Fahrer, widerwillig, begann ein Loblied auf seinen Fürsten anzustimmen, als das Vehikel jäh erschüttert wurde und zum Stillstand kam.
 
"Was ist los, Kutscher? Sprecht rasch!" 
"Ich... Milord, Wegelagerer!"
 
Nun wurde ihrerseits gesungen:
"Wenn am Himmel die Sonne untergeht, beginnt für die N00bs der Tag. 
In kleinen Banden sammeln sie sich, gehn gemeinsam auf die Jagd.
HEY" die Halunken begannen zu gröhlen, "hier kommt Orkus, Vorhang auf, für seine Horrorschaaau..."
 
Wie vom Donner gerührt und starr vor Schreck saß Gurkius da. Was sollte er tun? Sein Kutscher war kein Soldat, und seine Leibwache hatte er in der Burg gelassen. Das Lied hatte sein Ende gefunden und die Diebe zerrten ihn hinaus auf die Straße.
"Wenn Ihr uns Euer Gold gebt, verschonen wir vielleicht Euer Leben... MILORD" blaffte der Unhold und zeigte schlechte Zähne. "Ansonsten..."
 
Weiter kam er nicht. Ein Ast traf ihn mit einer so gewaltigen Wucht, dass er ins Gebüsch am Wegrand flog und nicht mehr zum Vorschein kam. Die andern hielten inne und blicken sich panisch um. "Was war das?"
"Wo steckst du, du Feigling!"
"Wenn das Orkus erfährt, steinigt er uns, denn Steine sind ok."
 
Da trat eine schier unscheinbare Gestalt  in Kutte aus dem Dickicht und schulterte bequem einen weiteren dicken Ast.Eine Kapuze verbarg sein Gesicht.
"Wer möchte der Nächste sein? Das ist meine Beute. Ihr N00bs verletzt mein Jagdrevier" höhnte der Fremde.
Mit einem todesmutigen Schrei warfen sich die letzten Schurken dem Neuankömmling entgegen, sie zogen Dolche und Kurzschwerter. Dennoch machten sie einer nach dem anderen schmerzhafte Bekanntschaft mit der hölzernen Keule.
 
Als sie jammernd am Boden lagen, sprach der Fürst: "Ich würde Euch persönlich danken, Fremder, wenn ich nur Euren Namen wüsste. Ich bin Fürst Gurkius Caesar, Herr des Forums seiner Heiligkeit Holger dem Ersten."
 Verächtlich schnaubend verpasste der Held einem Halunken einen heftigen Fußtritt und spuckte aus. "Ich hasse N00bs. Vor allem wenn sie von Orkus von Mordoria kommen. Sagt Eurem Herren, eines Tages hole ich mir seinen Kopf." An den Edelmann gewandt, deutete er eine Verbeugung an. "Ich bin Yoshua, der Vagabund. Stets zu Diensten, Herr."
 
Als Dank erhielt der Wanderer klingende Münze, die er nur widerwillig, jedoch schließlich dankbar annahm. Außderdem durfte er dem Fürsten den Rest des Weges Gesellschaft leisten, ob wohl noch weitere böse Überraschungen dem Edelmanne harrten. So kamen sie ins Gespräch. 
"Nun, Ihr seid also auf Wanderschaft. Wohin?"
"Wohin der Wind mich treibt, wohin die Sehnsucht mich führt..."
"Das ist mir Antwort genug. Wo habt Ihr so kämpfen gelernt?"
"Ich hasse kämpfen. Wenn man lange genug unterwegs ist, lernt man sich zu wehren. Auch wenn es nur N00bs waren."
"Wer ist dieser Orkus, und warum schickt er... diese N00bs aus, unsereins auszurauben?"
"Zu seinem sadistischen Vergnügen. Der eigentliche Grund meiner Reise ist sein Kopf. Mit festem Wohnsitz hätte man mich längst geschnappt. Nun reise ich, und wenn es das Schicksal will, werde ich mein Ziel erreichen."
 
Der Kutscher unterbrach sie jäh.  Denn sie waren in der Hängematte angekommen.
 
Nachdem Yoshua Speis und Trank bekommen hatte, verabschiedeten sich Vagabund und Fürst voneinander und wünschten einander das Beste. 
Die Schicksalspfade beider sollten sich wieder kreuzen, denn auch über den Stand konnte man Freund sein.
Und bleiben. 



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