Holgoria - Blutbrueder
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Erleuchtung
 
 "Ihr beliebt zu Scherzen, mein Herr!" Der Streit war fürchterlich entbrannt und die Worte des alten Abtes schmerzten ihn sehr. Dennoch hatte man ihn rufen lassen. Denn Fürst Gurkius war eigens angereist, um sich für seine Ordination einzusetzen.
 
Die Stimme des Adligen klang ruhig und gefasst, als er antwortete: "Ehrwürdiger Abt, verurteilt Ihr den Jungen etwa nur ob seines Namens? Dafür kann er nichts. Ich bitte Euch. Ich sah ihm in die Augen und sah darin mehr Glauben als bei allen anderen. Gebt ihm eine Chance! Seht es nicht als Befehl, seht es als Wunsch eines Herren eures Glaubens."
Der Pater schien zu überlegen. "Sven Dunkelfeld!" Da war sein Name. Vorsichtig betrat er die Abtkammer und kniete sich tief vor seine Herren. Wortlos verharrte er dort eine schiere Ewigkeit, bis ihn eine Hand an der Schulter erlöste.
"Erheb dich, mein Sohn." Er gehorchte. Der Blick des Alten trafen den Seinen. Trotz seines Alters waren sie scharf und zeugten von einem klaren Verstand. "Sven Dunkelfeld. Im Namen von Licht und Liebe, Kraft meines Amtes erhebe ich dich in den Rang eines Mönches. Du sollst nun bekannt sein als Bruder Sven. Dein Name bleibt weiterhin ein Teil von dir. Aber ich hoffe du verstehst, dass Licht und Liebe Großes für dich bestimmt haben."
"Ja, Pater, ich verstehe." Er verbeugte sich. "Milord, Pater. Ich danke Euch vielmals."
 
In diesem Augenblick des vollkommenen Glücks meldete ein Bruder Besucher. Der Fürst verabschiedete sich und stieg in die Kutsche, die eigens auf ihn wartete.
 
Ob seines neuen Ranges oblag es Sven, die Neuankömmlinge willkommen zu heißen. Denn Licht und Liebe waren schließlich für alle da.
"Buenos Dias, Messias."
"Was?" Sven wurde stutzig. Was waren das für Leute? Sie hatten Pferde, trugen Schwert und Schild, Rüstung und Helm, und sie trugen eine bunte Flagge mit sich. "Seid willkommen, fremde Krieger. Licht und Liebe sind für alle da! Braucht ihr Speis und Trank?"
Die Krieger saßen ab, und der, der wohl der Anführer war, baute sich direkt vor dem jungen Bruder auf und besah sich diesen. "Ich bin... Ben... Alter. Ben... Espanol... Alter." Er sprach abgehackt, die Sprache machte ihm zu schaffen, aber er bemühte sich, verstanden zu werden. Das war ein gutes Zeichen. 
 
So bekamen die Fremden Ration und Wasser, und ein Quartier ward auch gefunden. Nach dem Essen erzählte der junge Ben von ihrer Reise, wie sie von Westen kamen und nun in diesen Landen ihr Glück suchten. Man sagte, hier lebten wilde Krieger die es liebten zu ritzen, mit ihnen wollten sie sich messen und vielleicht einen neuen Stammi gründen. 
Denn schließlich waren die Spanier Weltmeister in vielen Dingen.
 
Sie glaubten an nichts. Doch Fürst Gurkius hatte nicht Unrecht, wenn er Sven Dunkelfeld mehr Licht und Liebe zutraute als allen andern. 
Als Ben Espanol und seine Mannen wieder aufbrachen, bedankte  er sich auf seine Art. "Gracias Muchacho. Hasta la vista, Christa. Bis spater, Pater."

 

Bruder Sven sah ihnen nach und wünschte sich inständig, eines Tages die ganze Welt erleuchten zu können...




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