Holgoria - Blutbrueder
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Blutbrüder
 
Währenddessen, weit entfernt in der holgorischen Provinz Ritzermark, führte ein kleines Volk ein friedliches Leben im Einklang mit der Natur, was wohl auch daran liegen mochte, dass es eine buchstäbliche Blutbande mit ihrer Umwelt geschlossen hatte.
 
Inmitten der Mark lag das Dorf Narbe, die Heimat der Emolyten. Sie waren ein stolzes Volk, einst vereinzelte Nomaden, zusammen gefunden aus aller Herren Landen, die sich nun eine Existenz aufbauten. Eine Palisade umgab das einfache, jedoch robuste Örtchen, schlichte Blockhütten mit Strohdächern säumten die immer länger werdenden Gassen, in denen sich die Emolyten tummelten und ihrem bescheidenen Tagewerk nachgingen. Schmiede hämmerten und zischten, Mühlen klapperten, Marktschreier erfüllten die Luft mit ihren Angeboten, Ritzer sammelten sich in schattigen Ecken und andere zeichneten Bildnisse von ihnen. Und unter diesem ganzen Trubel übten sich junge Burschen in der Kunst des Kampfes.
 
"Ha!" Das Holzschwert verfehlte seinen Kopf um Haaresbreite.
"Wirst du schon müde?" höhnte Joy, der Ältere von ihnen. 
Eine heftige Folge von Streichen war die Antwort. "Lächerlich!" rief Toby und blockierte einen Konter.
Sie fochten weiter, denn ein Emolyt war immer bereit zum Ritzen, was sie auch schon getan hatten: Joy und Toby waren Blutbrüder, so eng verbunden wie es Kameraden sein konnten. Sie hatten sich geritzt und waren nun eins im Blute.
 
"Jungs, kommt ihr rein? Es gibt Essen!" rief Innina, ihre große Schwester. 
Toby und Joy ließen ihre Holzwaffen ruhen. "Es gibt bestimmt wieder unser Leibgericht" freute sich letzterer.
"Es gibt sicher das, was es jeden Tag gibt: Schnittchen mit Schnittlauch und Trauerklöße in eigener Blutsoße."
Und so war es auch. Schmatzend saßen sie zusammen, und tauschten zufriedene Blicke. Es war ein schönes, ruhiges Leben in Narbe. Sie genossen den Augenblick... bis...
 
Die Kirchenglocke läutere und rief sie jäh zurm Gebet Sie  standen auf, bedankten sich fast überschwenglich für das Mahl, und begaben sich mit dem Rest des Dorfes auf den Kirchenplatz, denn die Dämmerung war angebrochen, und der Silbermond schob die Wolken am Himmel bei Seite. 
Die Leute, Handwerker, Kaufleute, sogar Adel, kniete nieder, und gemeinsam wandten sie ihren Blick nach oben, und stimmten gemeinsam ihr Gebet an.
 

Sag mir das dieser Ort hier sicher ist,
und alles Gute steht hier still.
Und dass das Wort, das du mir heute gibst,
morgen noch genauso gilt.
Diese Welt ist schnell und hat verlernt beständig zu sein,
denn Versuchungen setzten ihre Frist.
Doch bitte schwör, dass wenn ich wieder komm,
alles noch beim Alten ist.

Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit,
in einer Welt in der nichts sicher scheint.
Gib mir in dieser schnellen Zeit, irgendwas das bleibt.
Gib mir einfach nur ein bisschen Halt,
und wieg mich einfach nur in Sicherheit.
Hol mich aus dieser schnellen Zeit,
nimm mir ein bisschen Geschwindigkeit.
Gib mir was, irgendwas das bleibt.

Auch wenn die Welt den Verstand verliert,
dass hier bleibt unberührt,
wenn nichts passiert.

 

Es sollte immer so bleiben... 




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