Holgoria - Blutbrueder
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Anfang vom Ende
 
"Ich weiß, dass du da bist. Also zeig dich!" Kein Geräusch, kein Licht, kein Windstoß hatte ihn aus dem Schlaf geschreckt. Viel mehr die erschreckende Gewissheit, dass etwas ganz und gar nicht so war, wie es sein sollte. Nun hatte er die Fackel an der Wand entzündet, abgenommen, und versuchte, nun nicht allzu hektisch damit zu wedeln. "Zeig dich!"
 Doch nur die weichende Dunkelheit der Nacht antwortete ihm. Aus dem Augenwinkel sah er ihn: DEN SCHATTEN!
Schnell wandte er sich in jene Richtung, doch auch dieses Mal erblickte er nur eine nackte Mauer.
 
Langsam schob er sich zur Tür, und drehte sich dabei immer wieder mit der Fackel um. Nichts, nichts außer Schatten. Aber Etwas WAR dort... und er hatte nicht die Absicht herauszufinden, was es war. 
Also rannte er, wie er schon viele Male gerannt war. Er rannte so schnell er konnte, sein schwerer lederner Mantel flatterte hinter ihm her.
 
"KRAAAAH!" Da war es! Ohne sich umzudrehen rannte er weiter... "KRAAAAAH!" Näher! Er rannte, bis das Pfeifen des Windes und das Rauschen des Blutes in seinen Ohren die einzigen Geräusche wurden. Hatte er ihn endlich abgehängt? 
Endlich und völlig außer Atem blieb er stehen und lehnte an einen Baum.
 
Dunkelheit und Eile ließen ihn nicht gleich erkennen, dass er sich am Rande des Waldes befand. Der Baum, an dem er lehnte, fühlte sich trocken, rauh und doch... lebendig an. Neugierig hob er die Fackel und erkannte einen mächtigen Stamm, der schon unzählige Winter gesehen haben musste. Sein Blick folgte dem Feuerschein langsam nach oben...
 
"KRAAAAAAAH!" Verdammt nah!
 
Eine Krähe, groß wie ein Hüne, saß auf dem dicksten Ast und entfaltete seine Schwingen... und stürzte sich auf den angststarren Recken...
 
"NEIN!" In Angstschweiß gebadet schreckte er hoch und prallte beinah mit Innina zusammen, die ihn fassungslos und aus großen dunklen Kuhaugen ansah.
"Wieder der Traum?" Dabei tupfte sie ihm die Stirn.
"Er kommt, Innina. Er kommt und..."
"Toby, das war nur ein Traum."
 
In der Ferne sangen die Krähen ihr schrauriges Lied, während sich dunkle Wolkenberge vor den Silbermond schoben.



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